Freitag, 22. April 2016

Wo sich die Ozeane begegnen...

Die Fahrt hierher ist so lang, dass ich mich immer wieder frage: Wozu?
Jetzt sitze ich hier und weiß es. 100 m unter mir donnert das Meer gegen die Felsen und die Brandung zischt wie ein wütendes Tier zur Warnung. Ich bin in Cape Reinga dem nördwestlichsten Punkt in Neuseeland. Ich schaue auf das aufgewühlte Meer hinaus.

Hier begegnen sich zwei Wassermassen: der Pazifische Ozean  im Osten und die Tasmansee im Westen. Ansonsten ist es hier sehr friedlich. Vereinzelt zwitschern die Vögel, die Grillen zirpen und der Wind stöbert in den Büschen. Was unter der Wasseroberfläche passiert bleibt oft unbemerkt, und doch ist hier vieles in Bewegung und setzt eine gewaltige Kraft frei. 
Solche Kraft wünsche ich mir für mein Leben. Dynamik, aus der Begegnung von Himmel und Erde. Auch ich kenne das Ausweichen, das aufeinandertreffen, das sich vereinen, wenn meine Seele dem lebendigen Gott begegnet.
An einem Ort wie hier erscheint es vielleicht leichter, aber ich muss dafür nicht nach Neuseeland reisen, der Vater ist uns immer nah. Die Frage ist nur: Will ich ihm begegnen?

Ich werde noch einen Moment lang den Stift aus der Hand legen, und einfach SEIN. Nur noch einen Moment, bevor die himmlische Berührung in einem Sonnenbrand endet. ; )

Mögest auch du dir einen Moment der Stille gönnen. 
Heute. 
Jetzt?

Andreea =) 

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Mittwoch, 20. April 2016

Ich ergänze meine ,,Gute-Namen-Liste"

Sitze im Bus und fahre durch Auckland. Manche Plätze erkenne ich wieder, das ist ein sehr schönes Gefühl. Mir ist schon so viel Gutes begegnet auf dieser Reise, -und dabei bin ich ja erst den 5. Tag unterwegs -
Besondere Eindrücke, leckeres Essen und - das kostbarste - Begegnungen mit Menschen. 
Manche Namen wecken in uns ja Gefühle, gute Gefühle, wenn wir mit dem Namen einen Menschen verbinden der uns bereichert hat.
Ich darf schon jetzt ein paar Namen  zu meiner ,,guter-Name-Liste" hinzufügen. Christian, der mir auf dem langen Flug bis Peking ein äußerst angenehmer Gesprächspartner war, Uta, die mich durch das fremde, aufregende Peking geführt und verwöhnt hat, Pamela, die mich eingeladen hat, solange in ihrem Haus zu bleiben wie ich möchte, und Samuel der den Mittwoch gerettet hat, mit indischem Essen und herzerfrischenden Reisegeschichten.( Falls ihr das jemals lest: Danke! )
Das ist eine der herausragenden Erfahrungen meines Lebens: Menschen. Sie sind unterschiedlicher als die Länder die ich besuche, haben mehr zu erzählen als die ältesten Gebäude und offenbaren mir Gottes Herz deutlicher als die erstaunliche Natur das tut. Menschen tragen die Handschrift unseres Gottes und ich liebe es mich wie ein Hieroglyphenforscher aufzumachen und zu lernen. 
Ich lasse mich gerne überraschen, 
von der freundlichen Bedienung die mir einen köstlichen Flat white to go macht oder von der Busfahrerin, die mich mit einem lustigen Spruch begrüßt.
Na dann, auf geht's Richtung Norden...

Andreea =) 


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Sonntag, 17. April 2016

18560 km vor mir....

Unterwegs...schon wieder?
Ja, ich wundere mich selber. 
Berlin, Rom und jetzt Neuseeland. Ich komme ganz schön rum auf meine alten Tage ;) wer hätte das gedacht, also ICH nicht.
Wie so manches andere in meinem Leben, war das mit dem Reisen einfach nicht drin, - oh in meinem Herzen schon, aber - unsere Kinder waren noch klein, ein Lohn, da waren uns andere Dinge einfach wichtiger, und das war sehr gut so, ich würde es wieder so machen.
Das ich nun mit bald 50 die Gelegenheit bekomme die Welt zu sehen ist ein ganz besonderes Vorrecht. Ich staune und genieße.
Auch, dass meine Familie mich ziehen lässt ist nicht selbstverständlich und ich weiß das zu schätzen ! Hiermit ein weiteres mal: Vielen Dank, dass ihr mir das ermöglicht!!!

18560 km liegen vor mir, und schon so viele weitere hinter mir.
Jeder Schritt in diesem Leben, bringt uns weiter, wichtig ist die Richtung. Heute ist mein Ziel Neuseeland. Warum? Weil dort ein Mensch lebt, der mein Leben auf einzigartige Weise bereichert hat.
Meine Freundin Hannah. Ach wie sehne ich mich danach, mal wieder richtig Zeit zu haben mit ihr.
(Gemeinsame Zeit, der Stoff aus dem Freundschaften entstehen.)
Dafür ist mir kein Weg zu weit.

Damit ist mein eigentliches Zeil im Leben eigentlich auch schon zu sehen: Ich will gute Beziehungen leben, mit Gott und Menschen,
möchte lernen gut zu lieben und segensreiche Spuren hinterlassen.
Auch für dieses Ziel ist mir kein Weg zu weit.

Ich sitze am Gate 36. Mein erster Flug geht bis München, dann weiter nach Peking und schließlich Auckland.
Mögen wir auf unserer Reise durch das Leben uns nicht davon entmutigen lassen, dass das Ziel noch weit scheint. Jeder Abschnitt bringt uns weiter.
Gute Reise auch euch
Andreea =) 


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Dienstag, 22. März 2016

Schmerz und Freude so nah beieinander...

Schmerz und Freude
Unser Leben hält so viele Überraschungen bereit, schöne und schmerzliche. Das wissen wir alle.
Und auch, dass sich die Zeiten oft ablösen. Die Lebensphasen in denen wir unser Glück kaum fassen können, wechseln sich ab mit Zeiten der Trauer die uns alle Kraft zu rauben scheint. 
Wir lieben sie und fürchten sie, diese Achterbahnfahrt der Gefühle. Aber unser Herz ist doch ein faszinierendes Ding, denn manchmal sind Schmerz und Freude so nah beieinander, dass es schon erstaunlich ist beide getrennt voneinander empfinden zu können, aber es geht
 Viele Jahre habe ich erfolglos versucht meinen Emotionen Zaumzeug anzulegen; nicht weil ich die stürmische Begeisterung fürchtete, wohl aber den Schmerz. 
Heute, bin ich dankbar so leidenschaftlich fühlen zu können. Beides bricht immer wieder mal überraschend über mich hinein, aber ich spüre dabei deutlich wie lebendig ich bin. 
Heute war so ein Tag. Schmerz und große Freude so nah beieinander, ...ich kann mein Herz ganz deutlich spüren.
Und es ist gut so.

Andreea =) 

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Mittwoch, 23. Dezember 2015

Feigen, Datteln und Bücher oder meine Suche nach der Weihnachtsfreude?

Weihnachten, für Kinder die schönste Zeit im ganzen Jahr, für Erwachsene oft die anstrengendste. 
Kinder sehen die Lichter, wittern den Geruch der Plätzchen, hören die Lieder und freuen sich auf die Geschenke.
Wir Erwachsenen, sehen die Arbeit, wittern die Konflikte, hören die vielen Erwartungen und freuen uns auf das Ende der Feiertage.

Ich habe mich auch dieses Jahr wieder auf die Suche gemacht nach meiner ganz persönlichen Weihnachtsfreude.
An Weihnachten geht es um Geschenke, das ist offensichtlich. Aber was ist das eigentliche Geschenk?
,,Gott schenkt uns seinen Sohn", diese Antwort kennen wir. Aber was bedeutet sie?
Auf meiner ganz persönlichen Wunschliste stehen Feigen, Datteln und Bücher, und nicht ein Baby im Stall. Aber was entgeht mir hier?


Beim Lesen der Weihnachtsgeschichte im Lukasevangelium und beim Hören der alten Weihnachtslieder stoße ich auf etwas, was mein Herz anrührt, und ich merke wie sich Freude Bahn bricht. 
,,Frieden auf Erden" prophezeien die Engel uns Menschen. 
Frieden haben, in einer Welt die voller Unruhe ist. 
Frieden haben, wo Ungewissheit herrscht.
Frieden, trotz aller Nöte und Sorgen… Geht das?
Wenn der Schöpfer dieser Welt diese Sehnsucht in unsere Herzen gepflanzt hat, dann muss es möglich sein. 
Das Baby im Stall offenbart mir das Herz eines Gottes der weiß, was es bedeutet Mensch zu sein.
Beim Baby in Stall sehe ich einen Gott der diese Welt nicht aufgegeben hat. Ich wittere Hoffnung da er selbst zur Tat schreitet. Ich höre sein liebendes Herz für die Menschen seines Wohlgefallens. Und ich freue mich!
FRIEDEN (im Herzen, auch solange ich hier) AUF ERDEN (bin), ist möglich.
Und genau diesen Frieden wünsche ich auch Dir. Mitten im Trubel.
Mögest du das kostbare Geschenk entdecken: Gott ist mit uns.

Andreea = ) 

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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Schon mal enttäuscht worden ?

Schon mal enttäuscht worden? 

Jeder von uns kennt dieses Gefühl, dass es anders kommt als erhofft. Da war der Vorfilm besser als der komplette Film, der Urlaub verregnet oder das Essen fad.

Manchmal ist es aber auch anders herum: Die Türe klingelt und statt des Postboten steht da eine geliebte Person, das ersteigerte Shirt sieht einfach super aus, oder das Finanzamt überweist Geld zurück. Vielleicht ein bisschen so, als bestellte man einen Kaffee und bekommt einen Flat white.



Freude kommt auf, wenn wir mehr bekommen als wir erwartet haben, oder weniger geben müssen als befürchtet.
 Als ich heute vor 24 Jahren der Einladung folgte und Jesus den Scherbenhaufen meines Lebens vor die Füße warf, erwartete ich Vergebung und hoffte, daß ER mit dem was von meinem Leben und meinen Träumen übrig geblieben war noch irgend etwas anfangen könnte.
Ach, was habe ich mich doch zutiefst getäuscht. Ich dachte, ich erwarte Großes von IHM, aber ich hatte IHN völlig unterschätzt. Statt nur Vergebung und den Himmel, wenn ich einmal sterben würde,  beschenkte ER mich mit so viel mehr. Er überschüttete mich mit Gnade Freude und Frieden. Er gab mir eine neue Identität, eine neue Familie, Hoffnung und Sinn. Er gab mir Gaben und Raum sie zu leben. Ich fühle mich unendlich reich beschenkt. 
Danke Vater im Himmel für das, was du mit meinem Leben, bis heute getan hast, und für das, was noch kommen wird. Ich habe eine Geschichte und Lieder; ein kostbares Leben. Mehr als ich zu hoffen gewagt hätte. 

In tiefer Dankbarkeit 
Andreea = )

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Samstag, 14. November 2015

Mir begegnet Gott in der Schöpfung, oder...

,,,Mir begegnet Gott in der Schöpfung"

Wie oft hab ich diesen Satz schon gehört und er birgt viel kostbare Wahrheit. So wie meine Wohnung – dem aufmerksamen Besucher  – viel über mich verrät, so offenbart auch die Schöpfung was unserem Schöpfer gefällt.
Ganz offensichtlich liebt er die Vielfalt, ob in Farben, Gerüchen, Formen oder Geschmack. Unsere Welt ist unendlich vielfältig. 
Außerdem ist er großzügig, -denke ich zum Beispiel bei einer Wiese voller Pusteblumen, -so viel großzügiger als wir oft denken.


Unser Schöpfer ist voller Genialität und ,hat ein Händchen für' Ästhetik.
Routine, Ordnung und Koordination sind bei ihm hoch im Kurs, seine Kreativität ist unvergleichlich und er liebt Wachstum und Veränderung ebenso sehr wie Beständigkeit.
Immer wieder staune ich über die atemberaubende Größe unserer Welt
oder ich bewundere die Zartheit und Präzision der kleinen Dinge.
Gott liebt das Detail, die Einzigartigkeit und auch die gegenseitige Abhängigkeit. 


Ja auch mir begegnet Gott in der Farbenpracht eines Sonnenuntergangs, in der Weite und der Tiefe des Meeres und in der furchteinflößenden Macht eines Gewitters. Aber...

Nur ein Werk in Gottes Schöpfung darf Anspruch darauf erheben ihn selbst zu widerspiegeln:
In erster Mose 1,26 sprach Gott: ,,Lasst uns Menschen machen, in unserem Bild, uns ähnlich."


Möchte ich also meinen Schöpfer kennen, dann muss ich mit aufmerksamen Augen, und mit aufmerksamen Herzen auf die Menschen achten die mir begegnen. 
Ein schöner Gedanke finde ich...

Andreea = )


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