Montag, 23. März 2020

... mit einem leisen Knarzen öffnet sich der Fensterladen.

Wenn ich aus dem Fenster den erwachenden Frühling betrachte, sieht es so aus, als wäre alles in bester Ordnung. Nur der Blick in die Zeitungen, verdrängt das harmonische Bild. Es ist fast so, als würde ich die hölzernen Fensterläden zuziehen, so, dass ich zwar sehen kann, dass es draußen Tag ist, aber die Schönheit und das Leben bleiben dahinter verborgen. So will ich nicht leben. 
Ich schlage also meine Bibel auf, das Buch das schon viele menschliche Katastrophen überdauert hat und lese von Menschen, die sich mit ihren Fragen an den Schöpfer wandten. Denjenigen, der unsere Welt mit so viel Liebe und Kreativität geschaffen hat. Ich lese in Psalm 103: 
(NGÜ) 13 Wie ein Vater seinen Kindern voller Güte begegnet,
so begegnet der HERR denen, die ihm in Ehrfurcht dienen.
14 Denn er weiß ja, was für Geschöpfe wir sind,
er denkt daran, dass wir nur aus Staub gebildet wurden.
15 Der Mensch – seine Lebenstage sind so vergänglich wie das Gras.
Er gleicht einer Blume auf dem Feld, die aufblüht,
16 wenn aber ein starker Wind über sie hinwegfegt, dann ist sie nicht mehr da.
Dort, wo sie einmal blühte, gibt es keine Spur mehr von ihr.
17 Doch die Gnade des HERRN ist immer und ewig über denen, die ihm in Ehrfurcht dienen.

Fast kann ich das leise Knarrzen hören mit dem sich der Fensterladen wieder öffnet und ich spüre wie Frieden mein Herz durchflutet. Ich höre die Vögel wieder singen und krächzen, sehe die grünen Triebe an der Hecke.
Weil Gott gnädig ist, gibt es Grund zur Hoffnung.
Mögest du dich an den wenden, der von Anfang an war, und der uns seine Liebe zugesagt hat. Und möge die Hoffnung deine Augen neu öffnen, für all das Schöne um uns herum, auch heute.


Andreea = )