Dienstag, 25. März 2014

Mehr als genug?

Als ich vor über einem Jahr nach Neuseeland aufbrach, hatte Gott eine Erwartung in mein Herz gesät.
Die Erwartung, dass ER mich gerne beschenken, und so segnen würde, dass es überfließt und auch für andere reicht.
Was ist davon übrig geblieben?

Ich hatte mir viel erhofft von dieser Reise wie auch von meinem Leben.

Bei meinem ersten Besuch am Strand fand ich eine wunderschöne Muschel – leider zerbrochen – und ich wollte sie schon mitnehmen, da hörte ich den Rat:
 ,,Es gibt noch viel Bessere!"
Jetzt war ich herausgefordert.
Glaubte ich das?
Was erwarte ich wirklich von meinem Leben und von Gott?
 Erwarte ich gerade genug zu haben, oder erwarte ich so viel, dass ich es weitergeben kann? Dabei denke ich nicht in erster Linie an finanzielle Versorgung, sondern an weitaus mehr.
Uns allen wird Zeit, Kraft, Freude, und Hoffnung anvertraut. Bin ich großzügig damit, oder befürchte ich beständig selbst zu kurz zu kommen?

Ich lasse die Muschel also liegen und bete im Stillen um eine große,Vollständige.

Gott hat mich überrascht, -nicht nur einmal ;) -und was ich zu Beginn des Abenteuers nur erahnte hat sich bestätigt:
Er gibt gern. Freut sich offensichtlich daran mich zu erfreuen.
Und wo ich erlebe, dass Gott es gut mit mir meint, da wächst meine Bereitschaft zu vertrauen und zu teilen.
Wo ich erlebe, dass Gott mich kennt und weiß was ich brauche, wächst meine Bereitschaft loszulassen und zu schenken. 
Und im Teilen und Schenken wächst auch die Freude darüber, dass Gott mir nie nur genug für mich selbst gibt, sondern gerne so, dass es für Viele reicht.

Heute vor einem Jahr, war mein letzter Tag dort.
Als ich den Strand am diesem Tag verließ, lag sie vor mir im Sand:
Eine vollständige, große und wunderschöne Muschel... die hab ich dann eingesteckt.

Luther sagte einmal: Gottes Gabe ist reichlicher, als wir hoffen. Wir hätten es nicht gewagt, ihn um soviel zu bitten.

Seid ermutigt.
Andreea = )




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